„Solidarität mit den hungerstreikenden Gefangenen in der Türkei – Freiheit für Abdullah Öcalan“ Sa, 19.1.2019 um 14 Uhr Bremen Hbf

Laut der kurdischen Nachrichtenagentur ANF befindet sich die HDP-Abgeordnete Leyla Güven nach zwei Monaten Hungerstreik im Gefängnis von Amed/Diyarbakir in akuter Lebensgefahr.

Leyla Güven protestiert mit ihrem Hungerstreik gegen die Totalisolation von Abdullah Öcalan auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali. Von Öcalan, der seit 1999 auf Imrali inhaftiert ist, gibt es seit September 2016 kein Lebenszeichen, Besuchsanträge von Angehörigen und Anwälten werden schon seit vielen Jahren routinemäßig abgelehnt. Weiterlesen

Lesetipp: „Rojava kennen und lieben lernen. Ein politischer Landesführer“ von Perspektive Rojava/Solidaritätskomitee Münster

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Das Münsteraner Kurdistan-Solidaritätskomitee Perspektive Rojava hat im Oktober eine Broschüre im A6-Format herausgegeben, die auf 79 Seiten Rojava aus folgenden Blickwinkeln vorstellt: Weiterlesen

Mi, 14.11. 18:00 Uhr Vortrag und Diskussion im Kukoon: „Jineologie, die Wissenschaft der Frauen, der Gesellschaft und des Lebens“

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Ein Bild der kurdischen Künstlerin und JINHA-Journalistin Zehra Dogan, die wegen ihrer Bilder in der Türkei inhaftiert ist.

Heute eine Ankündigung zu einer Veranstaltung, die nicht vom Solikomitee, sondern von der Gruppe Feministisches Bildungstreffen ausgerichtet wird:

Jineologie: Der erste Schritt zur richtigen Soziologie

Die kurdische Frauenbewegung hat eine neue Wissenschaft gegründet: die Jineologie, auch die „Wissenschaft der Frauen, der Gesellschaft und des Lebens“. Jineologie kritisiert die positivistischen, patriarchalen und kapitalistischen Denkweisen in den westlichen Wissenschaften und Gesellschaften. Sie versucht, mit dem entwerteten Wissen der Frauen ein freies demokratisches Leben in Vielfalt und Verbundenheit aufzubauen.

Die kurdische Frauenbewegung weckt Interesse durch ihr Konzept der Selbstverteidigung, den erreichten Organisierungsgrad und durch ihre langjährigen praktischen und politischen Erfahrungen.

Im Zusammenhang mit der kurdischen Frauenbewegung ist in letzter Zeit oft auch von Jineologie und der Wissenschaft der Frauen die Rede – doch es ist noch wenig bekannt, worum es sich dabei handelt. Weiterlesen

„Was gehen uns die Kurden an?“ – Neues Buch von Kerem Schamberger: „Die Kurden. Ein Volk zwischen Unterdrückung und Rebellion“

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Im September hat der politische Aktivist und Kommunikationswissenschaftler Kerem Schamberger sein erstes Buch veröffentlicht, zusammen mit dem Journalisten und Professor für Kommunikationswissenschaft Michael Meyen: „Die Kurden. Ein Volk zwischen Unterdrückung und Rebellion“. Wir haben das Buch jetzt gelesen und empfehlen es zur Lektüre.

„Was gehen uns die Kurden an?“ Das fragt Kerem Schamberger gleich mit der ersten Kapitelüberschrift – und diese Frage zu beantorten, ist das Hauptanliegen des Buches.

Auf 240 Seiten nähert er sich der Antwort aus mehreren Richtungen: Weiterlesen

Erdogan not welcome: Freitag um 9:00 fahren Busse vor dem Cinemaxx Bremen am Hbf nach Berlin zur Demo!

Aufruf und Demoroute auf der Kampagnenwebsite Erdogan not welcome.

Und in Bremen ruft der Frauenrat Sêvê zu einer Kundgebung gegen den Erdogan-Besuch auf: Heute, am 26.9., um 16 Uhr vor dem Hauptbahnhof.

Widerstand kostet Geld – die Informationsstelle Kurdistan (ISKU) bittet um Spenden für die Finanzierung der Demo am Freitag:

Im Rahmen der Erdogan-Not-Welcome Demonstrationen in Köln und Berlin entstehen leider auch Kosten (für den Druck von Plakaten und Flyern, den Bühnenwagen, Transparente, das Mieten von Lautsprecherwägen etc.). Wir würden uns deshalb freuen, wenn ihr uns auf unten stehendes Konto mit einem Beitrag finanziell unterstützen könntet und auch andere Einzelpersonen und Gruppen nach Unterstützung fragen würdet. Jeder Beitrag hilft!

Kontodaten:

 

Informationsstelle Kurdistan

Postbank

IBAN: DE42370100500003968506. BIC: PBNKDEFF

Stichwort: Not-Welcome

Erdogan not welcome – Aufruf zur Protestdemo am 29.9. in Berlin

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Die Bundesregierung will Erdogan einen Staatsempfang bereiten, mit militärischen „Ehren“ und einem Staatsbankett, dem vollen Programm also. Am 28. und 29. September soll dieser Zirkus stattfinden, vermutlich gefolgt von weiteren Absprachen über Waffenlieferungen an die Türkei und Repressionen gegen die kurdische Bewegung und ihre Unterstützer*innen hierzulande.

Wir sagen: Erdogan not welcome! und schließen uns dem Aufruf der Initiative Erdogan not welcome an, am 29.9. nach Berlin zu fahren und ihnen die Feierlichkeiten zu vermiesen:

„Erdogan ist nicht willkommen!

Ein Diktator kommt nach Berlin – und wird mit allen Ehren empfangen. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan wird Ende September erneut um deutsche Unterstützung für seine Kriegspolitik bitten. Es ist abzusehen, dass auch dieses Mal Waffenverkäufe abgesegnet, Kredite zugesagt und Investitionen in der Türkei vereinbart werden. Der Besuch des deutschen Wirtschaftsministers samt 80-köpfiger Entourage Ende Oktober in der Türkei passt da ins Bild. Der Besuch Erdoğans in Berlin wird Anlass zum Protest für all diejenigen sein, die sich in Deutschland und der Türkei für Demokratie, Freiheit und Frieden einsetzen.

Die Liste der Verbrechen des Erdoğan-Regimes ist lang. Weiterlesen

Aktuelle Links spezial – Alle reden vom Wetter. Wir jetzt aus Gründen auch.

Ein Beitrag mit Schwerpunkt auf die Folgen der laufenden globalen Klimakrise in der Region Mittlerer Osten.

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Ein Bild aus dem April 2018 :

„Nach Berichten des regimenahen iranischen Radiosenders Zamaneh sind die Seen in der Provinz Fars vollkommen ausgetrocknet und haben sich in Salzwüsten verwandelt. Nach Angaben des Umweltexperten Eli Ekber Kazemeni sind die Seen aufgrund der Dürre im vergangenen Jahr ausgetrocknet. Auch der 350.000 Hektar große Bachtegan-See, der zweitgrößte See des Irans, befindet sich aufgrund der Trockenheit in einer kritischen Lage. Es wurden aber keinerlei Maßnahmen ergriffen, um den See zu retten. Vor Kurzem berichtete Kemal Pakfitrat, Verantwortlicher für dörfliches Leben für die Provinz Fars, dass von 8.000 Dörfern 4.000 aufgrund der Trockenheit verlassen worden seien. Die Provinz sei mittlerweile praktisch unbewohnbar geworden.“ (…)

Ein Bild aus dem Mai 2018:

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„Seit einer Woche anhaltende heftige Unwetter haben an mehreren Orten in Nordsyrien zu Überschwemmungen geführt. Besonders betroffen war der Stadtteil Botan Xerbî in Kobanê. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind 30 Häuser eingestürzt, bei 90 Prozent der Gebäude kam es zu Sachschäden. Viele Autos wurden von den Wassermassen erfasst und ein Großteil der bestellten Felder wurde zerstört. (…)

Aufgrund des anhaltenden Regens mussten in der vergangenen Nacht mehrere Wohnungen geräumt werden. Dutzende Familien sind immer noch auf der Straße.“ (…)

Und dann, tausende Kilometer weiter nördlich:

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Dieses Foto wurde am 20. Juli in Nordfinnland, nahe des Polarkreises, aufgenommen – bei Temperaturen um die 30 Grad suchen Mensch & Tier Abkühlung, während sich im Hintergrund ein Waldbrand entwickelt.

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