Aktuelle Links spezial – Alle reden vom Wetter. Wir jetzt aus Gründen auch.

Ein Beitrag mit Schwerpunkt auf die Folgen der laufenden globalen Klimakrise in der Region Mittlerer Osten.

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Ein Bild aus dem April 2018 :

„Nach Berichten des regimenahen iranischen Radiosenders Zamaneh sind die Seen in der Provinz Fars vollkommen ausgetrocknet und haben sich in Salzwüsten verwandelt. Nach Angaben des Umweltexperten Eli Ekber Kazemeni sind die Seen aufgrund der Dürre im vergangenen Jahr ausgetrocknet. Auch der 350.000 Hektar große Bachtegan-See, der zweitgrößte See des Irans, befindet sich aufgrund der Trockenheit in einer kritischen Lage. Es wurden aber keinerlei Maßnahmen ergriffen, um den See zu retten. Vor Kurzem berichtete Kemal Pakfitrat, Verantwortlicher für dörfliches Leben für die Provinz Fars, dass von 8.000 Dörfern 4.000 aufgrund der Trockenheit verlassen worden seien. Die Provinz sei mittlerweile praktisch unbewohnbar geworden.“ (…)

Ein Bild aus dem Mai 2018:

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„Seit einer Woche anhaltende heftige Unwetter haben an mehreren Orten in Nordsyrien zu Überschwemmungen geführt. Besonders betroffen war der Stadtteil Botan Xerbî in Kobanê. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind 30 Häuser eingestürzt, bei 90 Prozent der Gebäude kam es zu Sachschäden. Viele Autos wurden von den Wassermassen erfasst und ein Großteil der bestellten Felder wurde zerstört. (…)

Aufgrund des anhaltenden Regens mussten in der vergangenen Nacht mehrere Wohnungen geräumt werden. Dutzende Familien sind immer noch auf der Straße.“ (…)

Und dann, tausende Kilometer weiter nördlich:

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Dieses Foto wurde am 20. Juli in Nordfinnland, nahe des Polarkreises, aufgenommen – bei Temperaturen um die 30 Grad suchen Mensch & Tier Abkühlung, während sich im Hintergrund ein Waldbrand entwickelt.

Drei Bilder, die aller Wahrscheinlichkeit eine neue Realität ankündigen – und zwar auf dem ganzen Planeten. Nachdem „Jahrhundertsommer“, „Jahrhundertfluten“ und „Jahrhundertstürme“ inzwischen an diversen Orten alle paar Jahre verzeichnet werden, hat es gerade den Anschein, als ob die derzeitige Hitze sowie die monatelange Dürre auch in großen Teilen dieses Landes den Klimawandel  die Klimakrise ein Stück weit mehr ins öffentliche Bewusstsein geholt haben. Lange noch nicht in ausreichendem Umfang, wie zu befürchten ist.

Das letztere gilt aus unserer Sicht auch für die Linke, v.a. die marxistisch orientierten Teile. Immer noch können wir den Eindruck nicht los werden, dass das Thema Ökologie in vielen Texten und Programmen nur quasi angeklatscht ist bzw. wird – eine fatale Spätfolge der orthodox-marxistischen Theorien und Ansätze, welche die Verwurzelung des Marx´schen Denkens in den (überholten) Welt- und Menschenbildern des 19. Jahrhunderts – als die Industrialisierung sowie der fossile Kapitalismus gerade erst Fahrt aufnahmen – niemals als Problem betrachtet und in Frage gestellt haben. Inzwischen sieht es so aus, dass z.B. eine Bewegung wie die PKK plus solidarische Kräfte zumindest programmatisch, aber auch in vielen Fällen praktisch, eine realistischere Einschätzung der Bedeutung ökologischer Zusammenhänge hat als viele Linke in den westlichen Ländern.

Im Angesicht der sich entfaltenden Klimakrise wird sich die Linke in all ihren Fraktionen aber auch sehr bald unangenehmen bis beängstigenden Frage stellen müssen: Wie mit der Tatsache umgehen, dass in den westlichen Gesellschaften materieller Verzicht im breiten Maßstab, von der Flugreise über das eigene Auto bis zum Fleischkonsum, sehr bald auf der Tagesordnung stehen muss ? Was bedeutet eine Situation, in der die fundamentalen Grundlagen des gesamten Lebens auf dem Planeten bedroht sind, für linke Utopien und Konzepte wie bspw. das, welches in der Nordsyrischen Demokratischen Förderation versucht wird, umzusetzen? Müssen Entwicklungen wie die massive Abschottung der EU und der USA gegen Migrationsbewegungen sowie die massive innere autoritäre Formierung und Aufrüstung nicht auch schon als Reaktionen auf die absehbaren Folgen der Klimakrise gelesen werden ? Was bedeutet es, wenn viele Regionen v.a. im globalen Süden bereits in ein paar Jahrzehnten faktisch unbewohnbar werden? Was bedeutet es, wenn zunehmend mehr gesellschaftliche Ressourcen in das Handling mit den veränderten klimatischen Bedingungen hier gesteckt werden müssen, um überhaupt die elementaren Basics für menschliches Leben aufrechtzuerhalten ?

Fragen über Fragen, auf die wir auch bisher nur Fragmente von möglichen Antworten haben. Was aber nichts daran ändert, dass diese Fragen jetzt, hier und heute gestellt werden müssen.

*

Bevor wir auf unser „eigentliches“ Thema kommen, zunächst ein paar nötige globale Basics und Hintergründe. Einige von uns finden die Themen Wetter und Klima schon seit Jahren interessant, und möchten auf folgende Punkte hinweisen:

  • Es ist nötig, den Begriff „Klimawandel“ durch „Klimakrise“ zu ersetzen. Klimawandel ist zu verharmlosend, impliziert ein eigentlich gemächliches Geschehen, und kommt auf diesem Planeten tatsächlich seit Jahrmillionen vor – normalerweise über Jahrhunderte / Jahrtausende, manchmal – etwa im Falle von Supervulkanausbrüchen – auch innerhalb weniger Jahre. Dann aber auch mit fatalen Folgen für die planetare Ökologie.
  • Die jetzige Klimakrise ist aber v.a. gekennzeichnet durch ihre Geschwindigkeit :

„Die derzeitige schnelle Freisetzung von gigantischen Mengen an Treibhausgasen ist erdgeschichtlich beispiellos und überfordert das System Erde.

Unsere CO2-Emissionen  von  40 und bald 60 Gt (Gigatonnen) jährlich, sind zehnmal so hoch wie bei bisherigen natürlichen Klimaänderungen. Beim bisher schnellsten natürlichen Klimawandel, dem Paläozän-Eozän-Temperatur-Maximum (kurz PETM) vor 56 Millionen Jahren wurden jährlich 4-6 Gt CO2  freigesetzt und  es  kam zu einer Erderwärmung von 5 Grad  innerhalb von 20000 Jahren.

Der Übergang von der letzten Eiszeit  ins derzeitige Holozän, als sich die Erde gleichfalls um 5 Grad erwärmte, dauerte auch immerhin 12000 Jahre.

Das sind übrigens für die Klimawissenschaft, abrupte, sehr schnelle Klimaänderungen.

Unsere viel zu hohen Emissionen werden sehr wahrscheinlich auch eine Erderwärmung von 5 Grad und vielleicht noch mehr verursachen,- das allerdings in nicht einmal 100 Jahren.

Eine so schnelle globale Erwärmung hat es in der Geschichte der belebten Erde noch nie gegeben.

Beim PETM erwärmte sich die Erde um 0.025 Grad  in 100 Jahren (also um ein vierzigstel Grad) und jetzt werden es im selben Zeitraum wahrscheinlich fünf Grad und mehr sein.

Der menschgemachte Klimawandel verläuft also  100 – 200  mal so schnell, wie  bisherige abrupte, sehr schnelle Erwärmungen der Erde.

Uns erscheint, nach unseren menschlichen Zeitmaßstäben, eine solche Veränderung in 100 Jahren als langsamer Prozess, doch das ist eine tragische Fehlwahrnehmung.

Nach erd- und klimageschichtlichen Zeitmaßstäben ist das ein Nichts, ein Wimpernschlag. Diese 100 Menschenjahre entsprechen vielleicht 10000 Erdenjahren, -100 Jahre sind also für die Erde in etwa eine halbe Woche. Wie soll sich ein Planet, mit all seinen Kreisläufen und seiner Biosphäre, in „einer halben Woche“ an eine 5 Grad höhere Temperatur anpassen können. Das ist unmöglich.

Was wir gerade erleben ist keine sehr schnelle Erderwärmung, sondern eine blitzartige  Veränderung, eine Erderhitzung, ein abrupter Turboklimawandel, ein Klimakollaps.“ (…)

Was uns bei der Recherche für diesen Beitrag erst so richtig klar geworden ist: die derzeitigen Extreme – auch die der letzten Jahre – sind „nur“ die ersten merkbaren Folgen einer Aufheizung, die mit Beginn des massiven Einsatzes von Kohle im England des frühen 19. Jahrhunderts ihren Anfang nahm – wir erleben aller Wahrscheinlichkeit jetzt die Effekte dieser Kohle. Alles, was später kam – v.a. der massive Einsatz von Erdölprodukten in allen Bereichen – wird erst mit Verzögerung durchschlagen, und zwar exponentiell durchschlagen. Ebenfalls muss klar werden, dass die Klimawissenschaft ein grundsätzliches Problem hat: „Klima“ ist eigentlich eine menschliche Konstruktion, ein geistiges Modell – tatsächlich gibt es real nur Wetter. Was aber über längere Zeiträume durchaus Tendenzen aufweist, die in und  ab 30-Jahres-Zeiträumen als Klima gewertet werden können. Heisst: die Klimawissenschaft kann nur mit Modellen und Simulationen arbeiten, die umso komplexer werden, je mehr über Einflüsse bspw. der Sonne, aus den Ozeanen, u.a. Quellen bekannt wird. Abzuwarten allerdings, ob die jeweiligen Modelle und Simulationen in diesem Bereich „korrekt“ sind, kann in diesem Falle aber schon tödlich sein!

Und das ist nicht übertrieben – lesen Sie diesen Text :

„Ganz egal, wie gut informiert Sie sind, ausreichend alarmiert sind Sie nicht. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte ist unsere Kultur mit Zombie-Filmen und Mad-Max-Dystopien immer apokalyptischer geworden. Wenn wir aber die ganz realen Gefahren der Erderhitzung betrachten sollen, leiden wir an einem unglaublichen Mangel an Vorstellungskraft. Einer der Gründe dafür ist die zaghafte Sprache wissenschaftlicher Wahrscheinlichkeiten. Der Klimatologe James Hansen kritisiert diese „wissenschaftliche Introvertiertheit“. Er findet, dass Wissenschaftler sie ihre eigenen Beobachtungen so penibel und gewissenhaft betreiben, dass sie nicht mehr deutlich machen können, wie groß die Gefahr wirklich ist. Hansen klagt an, dass uns eine Gruppe von Technokraten regiert, die glauben, jedes Problem könne gelöst werden. Hansen zeigt auf die schiere Geschwindigkeit des Klimawandels – und seine gleichzeitige Langsamkeit, da wir immer nur die Auswirkungen sehen, die sich bereits seit Jahrzehnten anbahnen. Unsere Unsicherheit über die Unsicherheit, die uns der Klima-Autorin Naomi Oreskes zufolge davon abhält, uns auf irgendetwas Schlimmeres als einen statistischen Mittelwert vorzubereiten. Die Geringfügigkeit (zwei Grad Celsius), die Größe (1,8 Billionen Tonnen) und die Abstraktheit (400 Teilchen pro eine Million) der Zahlen. Das Unbehagen, über ein Problem nachzudenken, das nur sehr schwer, wenn nicht unmöglich zu lösen ist. Und ganz einfach: die Angst.“ (…)

Zusammen mit dem darüber verlinkten sollte Ihnen das zumindest zuerst massiv die Laune verhageln (nötig), um Sie dann ebenso massiv zum Nachdenken zu bringen (auch nötig). Denn es ist tatsächlich so, dass zwar extremes Wetter aller Art,  mit teils massiven Zerstörungen,  das markanteste Anzeichen für die Klimakrise darstellt – die fast unüberschaubaren Rückkoppelungseffekte und indirekten Wirkungen der Erwärmung sind aber noch viel zuwenig Thema. Und das fängt bei Fluchtbewegungen, Nahrungsmittel- und Wasserverknappung, absaufenden Städten und Küstenregionen, massivem Artensterben und „neuen“ Krankheiten erst an. Im weiteren Verlauf zeichnet sich ab, dass irgendwann der Sauerstoff knapp wird (Sie können in diesen eindrucksvollen sechs Fenstern über einen Zeitraum von tausend Jahren folgende Werte sehen: obere Reihe, von links nach rechts: Kohlendioxid, Methan, Distickstoffmonoxid („Lachgas“), jeweils anteilig in der Atmosphäre. Untere Reihe: globale Temperaturrekorde, globale Höhe des Meeresspiegels, Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre. Und ja, das ist eine sehr üble, wenngleich biochemisch-physikalisch erklärbare Entwicklung, die eindeutig sichtbar ist. Die Skala beim Sauerstoff ist übrigens trendmässig in die Zukunft fortgeschrieben, und zwar unter der Annahme der heutigen Bedingungen!   

Und für all diejenigen, die jetzt wieder abwinken und „Übertreibung“ vor sich hinmurmeln, nur noch zwei Punkte. Erstens, Sie gehören einer in weiten Bereichen ignoranten, lernresistenten und wahrnehmungsgestörten Spezies an (das sind Erfahrungswerte). Zweitens: betrachten Sie sich mal in aller Ruhe die Temperaturrekorde dieses Sommers in der  nördlichen Hemisphäre – dieses unangenehm eindrucksvolle Unterforum haben wir mal mit Stand des heutigen Datums als Bild gesichert.

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Was da noch fehlt, sind aktuell auch neue Rekorde für die koreanische Halbinsel. Aber wir sind ja noch nicht am Ende dieses Menetekel-Sommers…

*

„Selbst wenn wir die Klimaziele von Paris mit einem Temperaturanstieg von zwei Grad einhalten, werden Städte wie Karatschi und Kalkutta fast unbewohnbar werden und in jedem Jahr tödliche Hitzewellen wie 2015 erleben. Bei vier Grad Erderwärmung wird die europäische Hitzewelle von 2003, der bis zu 2.000 Menschen an einem einzelnen Tag zum Opfer fielen, zur sommerlichen Normalität werden.

Joseph Romm hat das in seiner richtungsweisenden Einführung auf den Punkt gebracht: Die Hitzebelastung in New York City wäre dann schlimmer als die, die heute in Bahrain herrscht – an einem der heißesten Orte der Welt. In Bahrain würde die gestiegene Temperatur dabei selbst bei schlafenden Menschen eine Hyperthermie auslösen. In der Tat wird die Krise im Nahen und Mittleren Osten sowie am Persischen Golf am dramatischsten ausfallen, wo der Hitzeindex bereits 2015 Temperaturen von 72,7 Grad Celsius registriert hat. Schon in einigen Jahrzehnten wird die Hadsch den zwei Millionen Muslimen, die die Pilgerfahrt jedes Jahr unternehmen, körperlich schlicht unmöglich werden. 

(nochmal ein Zitat aus „Der Planet schlägt zurück“ )

Ja. In der Tat, wenn wir uns so die aktuellen Schlagzeilen aus der Region betrachten, steht momentan vor allem der Iran im Focus – hier sind Dürre und Wassermangel zu existenzgefährdenden Bedrohungen geworden, bei denen als Konsequenz dann auch soziale Unruhen großen Ausmaßes nicht mehr fern sind:

Die Dürre bringt dem Iran große Probleme

Trockenheit entvölkert Dörfer im Zentraliran

150 Dörfer im Zentraliran ohne Wasser

Es ist eine Mischung aus Klimakrise plus menschlicher Dummheit, in diesem Falle symbolisiert durch das iranische Regime, welches die Situation so brisant macht:

„Die Trockenheit und die Wasserprobleme beeinflussen den Iran insgesamt. Die Grundlage dieser ökologischen Katastrophe ist der schlechte Umgang mit den Wasserquellen. Ohne Rücksicht auf die Umweltbedingungen wurden zahlreiche Staudämme lediglich zur Bereicherung errichtet. Während die Flüsse und die Seen austrocknen, entwickelt die Regierung keine ernsthaften Gegenmaßnahmen.

Für militärische Projekte und den landwirtschaftlichen Bedarf wird Wasser verschwendet. Nicht nur Bäche und Seen, auch die Sümpfe im Iran sind ausgetrocknet. Mit der Ausbreitung der Dürre haben auch Sandstürme zugenommen, die einhergehend mit der industriellen Verschmutzung Atemwegsprobleme hervorrufen. Juristische Restriktionen, um die Luftverschmutzung einzudämmen, werden nicht erlassen.

Von der Dürre im Iran sind Millionen Bauern betroffen. Die Landflucht nimmt zu, Städte und Vororte wachsen permanent.

Der iranische Energieminister hat vor kurzem erklärt, dass 334 Städte und 35 Millionen Menschen von der Wasserkrise betroffen sind.“

Bereits beim Aufstand in Syrien 2012 und den folgenden Bürgerkriegen haben klimabedingte Dürren plus Ernteausfälle plus Hunger eine nicht unwesentliche Rolle gespielt. Im Iran entwickelt sich jetzt ein sehr ähnliches Szenario – nur in einem wesentlich größeren Maßstab. Und mit den Trumpschen Kriegsdrohungen im Rücken. Das führt seit Monaten zu zunehmenden Unruhen – aktuell :

Die Aktionen im iranischen Isfahan gehen am dritten Tag in Folge weiter und haben sich auf weitere Städte ausgeweitet. Bei den Aktionen in der Siedlung Shapur Jadid in Isfahan wurden Parolen wie „Hau ab Khamenei“, „Tod dem Diktator“ und „Der Feind ist hier, nicht in Amerika“ gerufen.

Die Sicherheitskräfte griffen die Protestaktion mit Gasgranaten an. Die Jugendlichen entzündeten daraufhin Autoreifen. In manchen Straßen mussten sich die staatlichen Kräfte aufgrund des Widerstandes der Protestierenden zurückziehen. Über der Siedlung stieg Rauch auf, die Straßen in Şapur Cedid glichen einem Kriegsgebiet. Auch am dritten Tag wurden viele Personen festgenommen. (…)

Im Iran existieren neben der extremen Hitze, der Trockenheit, dem Wertverlust der iranischen Währung gegenüber dem Dollar und der Korruption viele weitere politische und gesellschaftliche Probleme. Deswegen finden seit Wochen Protestaktionen und Streiks statt. Die Lastwagenfahrer sind erneut seit einer Woche im Streik und lähmen das öffentliche Leben im Land. Die Schlangen an den Tankstellen werden immer länger. Die Märkte sind leer und die iranische Regierung ist in Sorge. Vor Jahren hatte die damalige Herrschaft des Schahs durch Proteste der Ölarbeiter einen schweren Schlag erlitten.“

*

Im benachbarten Irak sind die Wetter- und Sozialverhältnisse ähnlich:

Es ist heiß im Süden des Irak. Stechende Sonne bei über 50 Grad Celsius, gegen die derzeit einzig der Schatten schützt. Auf ihre Klimaanlagen und Ventilatoren können die Bewohner rund um Basra nicht hoffen – für ihren Betrieb fehlt der Strom, da die Elektrizitätswerke der Region immer wieder ausfallen.

Zur Hitze gesellt sich der Mangel an sauberem Wasser. Der Fluss Schatt al-Arab trocknet seit Jahren immer weiter aus. Wie Euphrat und Tigris, aus denen er sich speist, gehen seine Wassermassen aufgrund der seit Jahren anhaltenden Dürre immer weiter zurück. Das Bild der Ödnis erinnert an Zeiten einer politisch begründeten Katastrophe: Aus Rache für den Aufstand der Schiiten 1991 hatte Saddam Hussein weite Teile der aus dem Fluss gespeisten einzigartigen Sumpflandschaft trockenlegen lassen. Nach seinem Sturz verwandelten deren Bewohner sie erneut in blühende Landschaften – um jetzt ein weiteres Mal ihren Niedergang erleben zu müssen.

Im Süden der Stadt leiden die Menschen zudem am hohen Salzgehalt des Wassers, das sie – theoretisch – auch zum Trinken benutzen. Von Süden nämlich dringt das Salz des Persischen Golfs in die Flussarme vor – mit der Folge, dass das Wasser ungenießbar wird, für Menschen, Vieh und Pflanzen gleichermaßen. Fällt dann auch noch die Müllabfuhr aus, wird das Leben völlig unerträglich.“ (…)

Was dann gleichfalls zu immer wieder auflodernden Protesten führt, und nicht zuletzt die jüngsten Parlamentswahlen im Irak mit ihrem doch viele überraschenden Ergebnis beeinflusst hat. Aber die grundsätzlichen klimatischen und folgenden ökologischen und sozialen Probleme können nicht mehr regional und schon gar nicht von herkömmlichen „politischen Kräften“ gelöst werden. Wenn überhaupt in dieser Region in den nächsten Jahrzehnten noch Leben möglich ist, zumindest für Menschen.

Behalten Sie übrigens mal den Hinweis im Zitat oben auf die ökologische Kriegsführung des Saddam-Regimes im Hinterkopf – aktuell gibt es nämlich einen Diktator, der ähnlich vorgeht – kommen wir gleich noch drauf.

*

Syrien: die gleichen Probleme wie die Nachbarn :

„Die Syrer sind vom Krieg gebeutelt und traumatisiert. Nun wird das Land auch noch von Dürre- und Hitzeperioden geplagt.“ (…)

(Für diesen Artikel müssen Sie sich dort anmelden).  Aber inzwischen steht der Einfluß des Klimas auf die syrische Tragödie so gut wie fest:

Eine neue Studie von US-Forschern belegt nun erstmals am konkreten Fall des syrischen Bürgerkriegs, wovor zu warnen in der Vergangenheit immer den Ruch des „Alarmismus” hatte: dass die globale Erwärmung verstärkt zu Dürren und Missernten führt, die vulnerable und schwache Staaten destabilisieren und zu Gewalt und Flüchtlingsströmen führen können. (…)

Haben Dürre und Gewalt miteinander zu tun?

Das legt zumindest eine kürzlich in den renommierten Proceedings of the National Academy of Sciences der USA erschienene Studie nahe. Die Forscher um Colin Kelley von der University of California sowie der Columbia University of New York beschreiben zunächst die Abfolge der Ereignisse. In den Jahren 2007 bis 2010 suchte Syrien die schlimmste Dürre in der mehr als hundertjährigen Geschichte der Wetteraufzeichnungen heim.

In der Folge fielen die Ernten aus, verendete das Vieh, zogen rund anderthalb Millionen Umweltflüchtlinge aus ländlichen Gebieten und suchten zumeist in der Peripherie der großen syrischen Städte wie Aleppo Zuflucht. In diesen Vorstädten, geprägt durch illegale Siedlungen, Arbeitslosigkeit, Überfüllung, unzureichende Infrastruktur und Kriminalität, lag die Keimzelle der syrischen Revolte, die im März 2011 begann.

Einen wichtigen Grund für den massiven Einbruch der Landwirtschaft und den Anstieg der Lebensmittelpreise sehen die Autoren in einer verfehlten, nicht nachhaltigen Agrarpolitik: Die Grundwasservorräte wurden zu stark ausgebeutet, was Syrien in Zeiten der Dürre besonders verwundbar machte.“ (…)

Auch hier wieder die Verstärkung der Folgen der Erwärmung durch die idiotischen Aktionen eines kriminellen Regimes.

Allein drei der vier schwersten Dürren in Syriens Geschichte fanden in den letzten 25 Jahren statt. Eine natürliche Ursache der schwindenden Niederschläge ist nicht bekannt. Für Syrien und den gesamten Mittelmeerraum stimmen dagegen mehr als 90 Prozent der Klimamodelle darin überein, dass der Treibhauseffekt zunehmende Trockenheit bringen wird. Als eine Folge gab es im August 2007 verheerende Waldbrände in Griechenland, selbst die antiken Stätten von Olympia entgingen nur knapp den Flammen. “ (…)

Dieser gerade zitierte Text ist von 2015, und da geht es um zukünftige Entwicklungen – das bereits drei Jahre später die wichtigsten Prognosen eintreffen – das ist ein Grund, um depressiv zu werden. Und was gibt das dann noch?

„Bereits 2008 warnte eine Studie mit einem Klimamodell, mit dem Niederschläge aufgrund besonders guter Auflösung auch für kleinräumige Gebirgstopografie realistisch dargestellt werden können: Der Fruchtbare Halbmond werde als solcher noch in diesem Jahrhundert verschwinden. Was wird das für diese Region – für die Zukunft von Syrien, Irak, Libanon, Jordanien und Israel – bedeuten, wenn die Ernten wegbrechen?“

Eine rhetorische Frage. Und jetzt dürfen alle nochmal überlegen, warum die EU unbedingt die Grenzen dicht machen will.

*

Apropos Israel:

„Israel erlebt eine historische Dürre. Die Niederschläge sind drastisch gesunken – und damit auch der Pegel des See Genezareth. Gleichzeitig steigt der Salzgehalt. Weil der See als national-strategische Trinkwasserquelle erachtet wird, etwa im Kriegsfall, soll er nun wieder aufgefüllt werden. (…)

Es ist eine der schlimmsten Trockenperioden in den vergangenen 100 Jahren. Vor allem im Norden des Landes, im Grenzgebiet zu Syrien und Jordanien, sind die Niederschläge drastisch gesunken. Und das seit über 20 Jahren.“ (…)

Immerhin gibt es hier ein paar Leute, die weiter als bis zur nächsten Wand schauen können:

„Gidon Bromberg und seine NGO Eco-Peace unterstützen die Entscheidung, künftig entsalztes Meerwasser in den See Genezareth einzufüllen. In einem Punkt aber hofft der Umweltaktivist auf einen Kurswechsel der Regierung. Er würde sich wünschen, dass Israel das Thema Wasserversorgung mit seinen Nachbarn Syrien, dem Libanon, Jordanien und den Palästinensern gemeinsam anpackt. Denn ein Land alleine, so Bromberg, könne das Thema kaum bewältigen. Auch deshalb sein Appell, der politisch derzeit nur schwer durchsetzbar ist:

„Kein Land kann als Insel überleben. Israel ist beim Thema Sicherung der Wasserversorgung weit voraus. Aber wenn seine Nachbarn weiter unter Wasserknappheit leiden, führt das zu Krisen, erzeugt es Flüchtlinge. Die klopfen an unsere Türe und führen zu nationalen Krisen. Wir sitzen doch alle im selben Boot. Wir können uns nicht länger an die politischen Grenzen, die Menschen errichtet haben, halten.“

Den letzten Satz können wir gar nicht fett genug machen.

*

Wer jetzt etwas längeres zur kurdischen Bewegung vermisst – wir müssen Sie an diesem Punkt enttäuschen. In allen vier Staaten mit kurdischer Bevölkerung ist das Wetter/Klima ein Thema, auch für die kurdischen Menschen und ihre politischen Vertretungen natürlich – aber die kurdische Freiheitsbewegung steht faktisch auch in allen vier Staaten im Krieg, und agiert jeweils auf die regionale Situation angepasst. Im Iran findet ein „stiller“ Krieg mit dem Regime statt, gleichzeitig sind Kontakte mit anderen ethnischen oder sozialen Bevölkerungsgruppen anlässlich der laufenden Proteste aufgenommen worden. Im Nordirak/Südkurdistan steht die Opposition gegen den Barzani-Clan sowie der Kampf gegen die türkischen Invasionsversuche im Vordergrund. In Rojava / der nordsyrischen Förderation stehen die Situation in Afrin sowie die türkischen Grenzprovokationen im Focus.  Immerhin ist hier die Abhängigkeit vom Weizen, und damit auch die Folgen der aktuellen Dürre, etwas relativiert worden – es gibt Selbstversorgung im größeren Umfang:

„Die Bevölkerung von Tirbespîyê im Kanton Qamişlo hat erfolgreich damit begonnen, den eigenen Lebensmittelbedarf zu decken. Die Bevölkerung hat 828 Hektar landwirtschaftliche Fläche mit Gemüse bepflanzt, während gleichzeitig Granatapfel-, Aprikosen- und Olivenbäume sowie Weinreben gepflanzt wurden. Zuvor war in der Region auf Anweisung der syrischen Regierung ausschließlich Weizen angepflanzt worden. Fast alle Lebensmittel mussten in die Region importiert werden.

Neben dem Anbau von Obst und Gemüse wurden für die Versorgung der Bevölkerung mit Fleisch und Eiern vier Hühnerhöfe und zehn Schaf- und Rinderzuchten angelegt. Durch die eigene Produktion sind die Preise auf den Märkten deutlich gesunken, ohne einen Verlust für die Produzent*innen darzustellen.“ (…)

Die Unwetter des Frühjahres – siehe Beginn dieses Beitrages – sind dabei trotzdem ebenfalls als schlechtes Zeichen für die Zukunft zu sehen. Es ist zum Mond-Anheulen, wenn man sich die Situation der Menschen in der Region deutlich macht – als ob die Verwüstungen durch die Kriege nicht reichen würden, wird jetzt der natürliche Lebensraum zunehmend feindlich.

*

Und damit zum letzten, uns besonders interessierenden, Staat in der Region – in diesem Sommer hat die Türkei bisher ein „normales“ Temperaturniveau – zwischen 30 und auch mal 40 Grad sind normal. Was nichts daran ändert, dass die Türkei im Rest des Jahrhunderts massiv wärmer werden wird:

(…) „Die stärksten Temperaturerhöhungen bis zum Ende des 21. Jahrhunderts mit 5-6 °C werden danach im Innern der Iberischen Halbinsel erreicht. Über Italien und Griechenland liegen die Temperaturerhöhungen bei ca. 4 °C, in den größten Teilen der Türkei bei etwa 5 °C. “ (…)

Besonders der Süden und der Südosten – also Nordkurdistan – werden davon massiv betroffen sein. Und schon 2015 warnte der damalige Umwelt- und Waldminister:

„Der türkische Umwelt- und Waldminister Veysel Eroğlu sorgt sich um die Landwirtschaft in der Türkei. Ein Großteil der Flächen sei besonders anfällig für eine Wüstenbildung. Schon jetzt gehört die Türkei zu den Top 5 Nationen weltweit, die am intensivsten mit diesem Problem zu kämpfen haben.

Die Türkei gehört zu den Ländern, die aufgrund ihrer geographischen Lage, geologischen Struktur, Relief- und Klimabedingungen stark von einer Zunahme nicht-landwirtschaftlich nutzbarer Flächen und dem Klimawandel betroffen sein werden“, zitiert die die türkische Zeitung Sabah den Minister. 65 Prozent der türkischen Flächen habe die Eigenschaften eines ariden, semi-ariden und semi-feuchten Klimas. Die Zentral- und Südost-Türkei sei besonders anfällig für die Gefahr einer Wüstenbildung.“ (…)

Diese Worte damals haben offensichtlich keinen Effekt gehabt, was aber bei Erdogan und seiner Bande nicht überraschen kann. Stattdessen wird der Wüstenbildung ordentlich nachgeholfen:

Waldbrände in den Cûdî-Bergen in Nordkurdistan

Waldbrände: Im Westen für Profit, in Kurdistan als Kriegswaffe

„In Kurdistan wurden zum ersten Mal im Jahr 1925 Waldbrände zur Aufstandsbekämpfung eingesetzt. Damals ging es um die Niederschlagung der Şêx-Saîd-Erhebung. Mit der Reformgesetzgebung und dem in diesem Zusammenhang verübten Massenmord von Dersim wurde diese Taktik fortgesetzt. Insbesondere ab den 90er Jahren bis heute werden Wälder systematisch vom Staat niedergebrannt.

Fast jeden Tag kommen Meldungen von Waldbränden aus den Städten Kurdistans. Die Waldbrände begannen diesen Sommer in Licê und Darahêni (Genç), dann folgten in Şirnex (Şırnak) die Gebiete Cûdî, Gabar, Herekol und Besta. Die staatlichen Kräfte setzen Waldbrände bewusst ein, um ihre Militärstützpunkte zu schützen.“ (…)

Das ist – neben den sonstigen Verhältnissen in der Türkei – nicht nur ein Verbrechen gegen die Menscheit, sondern besonders unter den einsetzenden klimatischen Veränderungen ein Verbrechen gegen den Planeten. Und neben allem anderen ist es gnadenlos dumm seitens des türkischen Regimes – Erdogan ahnt nicht, dass sein neo-osmanischer Alptraum sich in Hitze, Dürren und Starkregenfluten auflösen wird.

Ansonsten werden immer wieder Euphrat und Tigris als quasi Kriegswaffe eingesetzt, wie in diesem Beispiel vom April :

„Der türkische Staat scheut vor Kriegsverbrechen nicht zurück. Die Bevölkerung Tebqas leidet unter dem Wassermangel in der Region, seit die Türkei den Euphrat zurückstaut. Die bestellten Felder drohen zu vertrocknen.

In der Region gibt es nur noch zwölf Stunden am Tag Strom, worunter vor allem auch Geschäfte und Firmen leiden. Sie müssen zusätzlich Generatoren einsetzen und haben wirtschaftliche Einbußen.“ (…)

Bei den zunehmenden Dürren in der ganzen Region wird sich dieses türkische Verhalten irgendwann in naher Zukunft als Boomerang heraustellen und für betroffene Staaten ein klarer Kriegsgrund sein.

Ansonsten machen sich auch die unter türkischer Regie agierenden jihadistischen Banden daran, ihren Teil zur Zerstörung der Region zu leisten – Efrîn: Besatzungstruppen zünden Felder und Bäume an

„Nach Berichten der Nachrichtenagentur ANHA hat die türkeitreue Miliz Firqat al-Hamza gemeinsam mit anderen Milizen der „Operation Olivenzweig“ innerhalb eines Monats 4,1 Hektar Weizen- und Gerstenfelder sowie 4970 Oliven-, Feigen- und Mandelbäume beim Dorf Sorxankê durch Feuer vernichtet. Von den Bränden sind zwanzig Familien betroffen.

Die Dorfbewohner*innen berichten von ständigen Drohungen durch die im Dorf Kîmarê stationierten Besatzungstruppen. Der Dorfbewohner Zekeriye Mecid Mihemed sagt dazu: „Die Banden haben meine Felder angesteckt und sind abgehauen. Da die Milizen uns im Visier hatten, konnten wir den Brand nicht löschen.“ (…)

Kein Einzelfall seit der Besetzung durch die türkisch-islamistischen Terroristen. Und ein weiterer Posten auf der Rechnung für das hochkriminelle Erdogan-Regime. So ist dann auch nur logisch, dass er in Deutschland … natürlich einen pompösen Empfang beim Besuch im September erwarten kann. Mit ausländischen Kriminellen finden unsere einheimischen Kriminellen immer eine Ebene.

*

Soweit eine zugebenermaßen etwas niederschmetternde Folge dieser Reihe. Wir schwitzen jetzt einfach mal weiter vor uns hin und machen keine Versprechungen, was die nächste Folge betrifft. Aber unsere Stimmung wird mit dem letzten Bild für heute ganz gut ausgedrückt (dazu muss zum oberen Teil etwas erklärt werden: es gibt in den USA tatsächlich Leute, die als „Hobby“ den Umbau von eh schon schmutzigen SUVs und Pick-Ups in reine und möglichst massive Abgasmaschinen haben. Die treffen sich dann auf irgendwelchen Strassen, und qualmen und stinken um die Wette. Nein, ist kein Witz. Und führt bei uns zu Wünschen, die alten traditionellen Methoden des Wilden Westens wie Teeren & Federn wieder einzuführen…)

fu

 

 

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu “Aktuelle Links spezial – Alle reden vom Wetter. Wir jetzt aus Gründen auch.

  1. Aktuelle Ergänzung betreffend Türkei, Irak, Syrien:

    https://www.heise.de/tp/features/Tuerkei-Syrien-Irak-im-Krieg-ums-Wasser-4129501.html

    Interessant und beunruhigend zugleich – grundsätzliche Texte wie diejenigen oben verlinkten von „scharf links“ und „freitag“, die deutlich apokalyptische Tendenzen haben, häufen sich:

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/klimawandel-die-katastrophe-haette-verhindert-werden-koennen-a-1221528.html

    Was wir aber persönlich gerade am deprimierendsten finden, ist dieses Video aus Australien – wenn Sie English verstehen, schauen Sie sich das bitte an. Die Aussagen laufen alle drauf hinaus: „Es wird schlimmer als gedacht…

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