Filmtipp für Bremen: Dil Leyla

dilleyla

In Cizre, einer kurdischen Stadt an der syrisch-irakischen Grenze, wird 2014 die junge Deutsch-Kurdin Leyla Imret zur jüngsten Bürgermeisterin der Türkei gewählt. Nach 20 Jahren in Osterholz-Scharmbeck bei Bremen kehrt sie nun in ihren Heimatort zurück. Die Wahl hat sie mit ganzen 81 % der Stimmen für sich entschieden. Bei den Bürger*innen von Cizre beliebt, versucht Leyla Imret, die Stadt wieder aufzubauen und gegen die Unterdrückung der Kurden seitens der türkischen Regierung anzugehen. Als das türkische Militär näher an Cizre rückt, wird Leyla an ihre Vergangenheit erinnert: Als sie fünf Jahre alt war, wurde ihr Vater, ein Mitglied der kurdischen Arbeiterpartei PKK, von türkischen Soldaten getötet.
Leyla İmret wurde im September 2015 wegen angeblicher „terroristischer Propaganda“ und „Anstiftung zur Rebellion“ vom türkischen Innenminister ihres Amtes enthoben und seither wiederholt festgenommen.

Wir freuen uns, dass dieser Film jetzt auch hier zu sehen ist, und zwar an folgenden Terminen:

Do. 29.6. + Fr. 30.6. / 18:00
Sa. 1.7. / 20:30 mit Regisseurin Asli Özarslan (auf diesen Termin möchten wir besonders hinweisen!)
So. 2.7. bis Mi. 5.7. / 20:30

jeweils im CITY 46 / Kommunalkino Bremen e. V. | Birkenstraße 1 | 28195 Bremen

 

Aktuelle Links – 18.06.17

Heute: Türkische Armee fällt nach Südkurdistan (Irak) ein +++ Berlin: Polizei greift kurdische Demo an +++ Einige Anmerkungen zum Daesh-Mord in Oldenburg +++ Unabhängigkeitsreferendum in Südkurdistan im September geplant +++ Nordsyrische Förderation: langfristige Zusammenarbeit mit der USA? +++ Türkei: der „Marsch für Gerechtigkeit“ der CHP +++ Verhaftetes Daesh-Mitglied in Nordrhein-Westfalen entpuppt sich als türkischer MIT-Agent +++ Türkei und die Katar-Krise +++ Sonstiges: u.a. Haftbefehle gegen Erdogans Schläger in den USA; Internationalistische Kommune in Rojava eröffnet; kurdische Frau aus Bremen wg. „verbotener Kleidung“ verurteilt

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(Das obige Bild wurde gestern in Berlin anlässlich einer Demonstration gegen das Symbolverbot des Bundesinnenministeriums (nicht nur) gegen die kurdischen Organisationen in Syrien aufgenommen. Es zeigt eine blutige Flagge mit den Farben der kurdischen Freiheitsbewegung. Die Polizei griff die Demo kurz vor Schluss an, verletzte zwei TeilnehmerInnen krankenhausreif und verhaftete weitere. Mehr dazu weiter unten).

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Aktuelle Links – 07.06.17 [Update 08.06]

Heute: „Die Türkei lebt im Faschismus, und das ist gewollt“ +++ Finaler Angriff auf Raqqa hat begonnen +++ Kriegsentwicklungen in Nordkurdistan und Sengal +++ Ein anarchistischer Arzt in der Nordsyrischen Förderation +++ Zu zwei speziellen Merkmalen der kurdischen Freiheitsbewegung +++ Sonstiges: u.a. Abzug aus Incirlik;  Gab es einen Daesh-Mord in Oldenburg?

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(Im Bild Frauen der YPJ, die einen Teil des Bündnisses „Syrian Democratic Forces (SDF)“ darstellt und am aktuellen Angriff auf Raqqa beteiligt ist. Das Bundesinnenministerium hält es hingegen für notwendig, das Zeigen des YPJ-Logos hierzulande zu kriminalisieren. Soviel zur westlichen Farce des sog. „Krieges gegen den Terror“ – mit „Verbündeten“ wie der Türkei und Saudi-Arabien ist dieser Krieg auf „Endlos“ gestellt.)

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