32 Stunden Mahnwache auf dem Bremer Marktplatz


Kurden demonstrieren in Bremen:
01:19 min, 05.02.2016, buten un binnen, Radio Bremen

Schluss mit den Massakern in den kurdischen Gebieten der Türkei!

32 Stunden Mahnwache auf dem Bremer Marktplatz: Für ein Ende der staatlichen Massaker an der kurdischen Zivilbevölkerung in der Südosttürkei.

Am 5. und 6. Februar hat das Bremer Solidaritätskomitee Kurdistan in Kooperation mit der kurdisch-islamischen Gemeinde lautstark und öffentlichkeitswirksam gegen die Menschenrechtsverbrechen des türkischen Staates und dessen Vernichtungspolitik gegenüber der kurdischen Bevölkerung im eigenen Land protestiert.
Unsere Kritik galt dabei ebenso der deutschen Bundesregierung, welche sich der Komplizenschaft mit dem mörderischen Regime in der Türkei schuldig macht.

Auf dem Marktplatz im historischen Zentrum Bremens haben wir die zahlreichen Einwohner*innen und Tourist*innen mit Ansprachen, kurdischer Livemusik, Transparenten, Fotos und Flugblättern über die aktuelle Situation aufgeklärt (Siehe Bericht des lokalen TV-Magazins von Radio Bremen bei youtube; Link oben).
Dabei konnten wir viele Gespräche führen und Weiterlesen

Protestmarsch „Freiheit für Abdullah Öcalan – Frieden in Kurdistan“

Am 09.02. findet ein Protestmarsch (Teil des europaweiten Sternmarsches nach Straßburg) für die kurdische Freiheitsbewegung statt, welche immer wieder unter dem Terror der Türkei leiden muss.

Der Marsch beginnt in Hude, in Delmenhorst wird es einen Zwischenstopp geben. Dort wird übernachtet und am 10.02. setzt sich der Marsch um 11 Uhr vom Delmenhorster Hauptbahnhof in Richtung des Bremer Parlaments fort. Essen wird bereitgestellt, Schlafsäcke sollten zur Übernachtung mitgebracht werden.

09.02.16. um 11 Uhr, Hude Bahnhof

Ziel ist das Rathaus in Bremen wo ca. um 15 Uhr am 10.02.2016 die Abschlusskundgebung stattfinden wird.

Endkundgebung in Straßburg

Zur Endkundgebung des zeitgleich stattfindenden Marsches nach Straßburg fährt am 12.02. ein Bus von Oldenburg nach Straßburg und am nächsten Abend wieder nach Oldenburg.

12.02.16. um 21 Uhr, Cloppenburger Straße Nähe Nr. 272
Busticket: 25€ (auch am Bus erhältlich)

Schmusekurs mit Erdogan – Bericht im ARD Magazin Monitor

Deutschland und die EU unterstützen die türkische Regierung mit drei Milliarden Euro, um Flüchtlinge von den EU-Außengrenzen fernzuhalten. Und das obwohl die türkische Regierung einen erbitterten Krieg gegen kurdische Kämpfer und Zivilisten im Südosten der Türkei führt. Regierungskritiker werden bedroht, eingeschüchtert und teilweise auch weggesperrt. Für die deutsche Bundesregierung ist dies kein Thema. Im Gegenteil: Der deutsche Innenminister verbittet sich jetzt jegliche Kritik am NATO-Partner

Ein Bericht im ARD Magazin Monitor

 

 

Keine Repression für die Akademiker des Friedensaufrufes in der Türkei

Petition in Solidarität mit den Akademikerinnen und Akademikern des Friedensaufrufes in der Türkei

Die Petition findet sich hier

Für eine friedliche Lösung des kurdischen Konflikts – keine Repression für die Akademikerinnen und Akademiker des Friedensaufrufs in der Türkei

Wir, Akademikerinnen und Akademiker an deutschen Universitäten und Hochschulen, sind erschrocken über die Entwicklungen in der Türkei, die bereits zahlreichen Zivilisten das Leben gekostet hat und kurdische Städte ähnlich wie in Syrien verwüstet.

Wir unterstützen den Aufruf „Akademiker für den Frieden“ unserer Kolleginnen und Kollegen, in dem diese die türkische Regierung auffordern, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren und eine friedliche Lösung des Konflikts anzustreben.

Gleichzeitig erklären wir uns solidarisch mit den 1.128 Unterzeichnern Weiterlesen

Informationen zur aktuellen Situation in Bakur (Nordkurdistan / Südosttürkei)

Im folgenden, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, eine kleine Linksammlung – primär in deutsch & englisch.

lowerclassmag ist gerade in diesen Tagen mit einer Delegation vor Ort in den Kriegszonen vertreten und berichtet entsprechend ausführlich bereits mit mehreren Beiträgen u.a. aus Amed (Diyarbakir), Nusaybin und anderen Orten. Tipp!

Man muss hier, ebenso wie hinter den Barrikaden Nusaybins, im Frauenzentrum Vans oder im Kulturzentrum in Sur keine langen Interviews über „demokratischen Konföderalismus“ führen, man muss nur seine Augen öffnen. Das kollektive Leben der kurdischen Bewegung gibt selbst für uns, die wir ja Fremde hier sind, ein Gefühl der Geborgenheit, das die Angst besiegt. Seni vuran beni de vursun, ist keine leere Phrase. Es ist der Ausdruck eines Lebensgefühls, in dem man den Anderen nicht mehr als Schranke und Begrenzung seiner selbst wahrnimmt, sondern unter Menschen Mensch wird.

„Das Leben ist schön“

*

Der Twitteraccount des Journalisten und Politikwissenschaftlers Ismail Küpeli ist jeden Tag gefüllt mit Meldungen zum Krieg in Nordkurdistan und die Repressionen in der restlichen Türkei. Für einen schnellen – und meistens deprimierenden – Überblick.

*

Die türkische Seite Isyandan.org führt seit Monaten ein englischsprachiges Kurdistan Diary , in dem chronologisch für jeden Tag markante und wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Krieg verzeichnet werden.

Und ansonsten empfehlen wir einen Blick in die Linklisten auf der rechten Seite.

Stoppt die Massaker in den kurdischen Gebieten der Türkei – Solidarität mit dem Widerstand

Dauermahnwache auf dem Marktplatz in Bremen -  Freitag, 5.2 um 11 Uhr
bis Samstag, 6.2 um 19 Uhr

Das Bremer Solidaritätskomitee Kurdistan ruft zu einer zweitägigen
Mahnwache auf dem Marktplatz auf um gegen die Massaker der türkischen
Regierung an der kurdischen Bevölkerung zu protestieren und sich mit dem
Widerstand in den selbstverwalteten Gebieten zu solidarisieren. Die
Angriffe des türkischen Staates auf kurdische Städte und deren
Bewohner_innen nehmen weiter an Intensität und Brutalität zu. Weiterhin
werden täglich Menschen auf der Straße erschossen, ganze
Bevölkerungsteile werden systematisch von Wasser, Strom, medizinischer
Versorgung abgeschnitten und von Spezialeinheiten terrorisiert. Überall
in der Türkei werden Oppositionelle verhaftet, verfolgt - Pressefreiheit
existiert nicht mehr.

Die Bundesregierung gibt der türkischen Regierung Rückendeckung in ihrem
Krieg gegen die kurdische Bevölkerung und demokratische Opposition.
Militärisch, politisch und wirtschaftlich kann die türkische Regierung
auf die Unterstützung der BRD zählen, sei es durch Waffen, Schweigen
oder die aktive Verfolgung von Aktivist_innen der kurdischen
Freiheitsbewegung.

Aber auch die linke Bewegung hierzulande verhält sich erschreckend
passiv und still.

Dabei sind die aktuellen Entwicklungen in den kurdischen Gebieten in
der Türkei und Nordsyrien (Rojava) aus linker Perspektive im zweifachen
Sinne bedeutend: Zum einen, weil der Widerstand der Bevölkerung in den
genannten Gebieten mit dem Versuch einhergeht, ein emanzipatives
Gesellschaftsmodell aufzubauen.

Zum anderen, weil eine linke Perspektive auf Flucht und Migration auch
bedeutet, für das Recht zu kämpfen, nicht flüchten zu müssen. Und dieser
Kampf beginnt hier bei uns und richtet sich unter anderem gegen die
Komplizenschaft der Bundesregierung mit der türkischen Regierung und die
Zerstörung der Lebensgrundlage von Hunderttausenden von Menschen.