Refugees Welcome – Gegen Rassismus und Abschottungspolitik! Demonstration in Bremen am 3.10.2015 um 15 Uhr St. Jürgen Krankenhaus

Als Bremer Solidaritätskomitee Kurdistan rufen wir zur Demonstration am 3. 10. in Bremen auf. Hier findet ihr den Aufruf des Bündnisses:

Refugees Welcome – gegen Rassismus und Abschottungspolitik
Die Bundesregierung feiert am 3. Oktober unter dem Motto „Grenzen überwinden“ den Mauerfall. Gleichzeitig werden die Zäune um Europa höher und die Grenzen für Flüchtlinge dicht gemacht, die vor Krieg, Verfolgung und Elend fliehen. Die Hoffnung, weitab von der Heimat ein menschenwürdiges Leben führen zu können, endet zehntausendfach mit dem Tod, weil es keine legalen und sicheren Fluchtwege nach Europa gibt.
FÄHREN STATT FRONTEX! GLOBALE BEWEGUNGSFREIHEIT FÜR ALLE! Weiterlesen

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Solidaritätserklärung an die 43 verschleppten Compañeros und die 6 während des Angriffs am 26.9.2014 Ermordeten, ihre Eltern, Angehörigen und Mitstudenten aus Ayotzinapa

Seit einem Jahr: Uns fehlen 43 Compañeros! Uns fehlt die Wahrheit! Uns
fehlt Gerechtigkeit!

Aus dem Europa von Unten und Links, 26. September 2015

Ein Jahr nachdem unsere 43 Compañeros, Lehramtsstudenten aus
Ayotzinapa/Mexiko, verschleppt wurden, vergessen wir nicht. Weiterlesen

Wir sind alle §129b?! Zur Repression gegen kurdische Aktivist*innen

26. 9. 20 Uhr im Pardox

Eine Veranstaltung der Roten Hilfe und des EA Bremen

Wir sind alle 129b?! Zur Repression gegen kurdische Aktivist*innen
Vortrag mit Monika Morres vom Verein Azadi e.V.

Vor dem Hintergrund der Verteidigung von Kobanê/Rojava (Nordsyrien)
durch die Kräfte der kurdischen YPG/YPJ gegen die Terrormiliz
„Islamischer Staat“ (is) und der Auseinandersetzungen um die Lieferung
deutscher Waffen an die Peschmerga der kurdischen Autonomieregierung im
Nordirak, hat die Diskussion um eine Neubewertung der PKK an Dynamik
gewonnen. bis hinein in bürgerliche Medien und Parteikreise wird
zunehmend die Haltung der Bundesregierung in Frage gestellt, einerseits
aus außenpolitischen Erwägungen ihr genehme Kurd*innen mit Waffen
auszustatten, andererseits aus ebensolcher Motivation seit 22 jahren am
PKK-Betätigungsverbot und der stigmatisierung der kurdischen
Freiheitsbewegung in Deutschland festzuhalten. Weiterlesen

Kurzinformation zur aktuellen Eskalation der Situation in Kurdistan, Türkei und Europa

Seit Mitte der vergangenen Woche sind wir auch hier in D-Land und im restlichen Europa mit zunehmenden Aktionen von AKP- und MHP („Graue Wölfe“) nahen faschistischen, nationalistischen und islamistischen Organisationen konfrontiert. Demonstrationen und Angriffe von diesen auf kurdische Menschen, Zentren und Einrichtungen gab es in den letzten 48 Stunden u.a. in Amsterdam, Stockholm, Bregenz und Bern. Hierzulande kam es in Berlin (wiederholt), Marburg, Hannover, Hamburg und Köln zu Aufmärschen, Angriffen und Auseinandersetzungen ( eine inzwischen schon wieder überholte Aufzählung hat am gestrigen Abend das „Neues Deutschland“

veröffentlicht ).

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Solidarität mit Rojava, Shengal und Bakur – zum Aktionstag am 12.09.2015 in Bremen

Am gestrigen Sonnabend (12.09.) fand auch in Bremen im Rahmen des regionalen Aktionstages zur Solidarität mit Rojava & Shengal eine Veranstaltung statt. Es folgt ein kleiner Bericht.

*

Der Tag begann mit unerfreulichen Nachrichten: der zeitgleich geplante Naziaufmarsch „Tag der Patrioten“ in Hamburg war in der Nacht zuvor letztinstanzlich verboten worden; und die Nazis hatten sich als (einen) Ausweichort Bremen ausgesucht. Für ein paar Stunden sah es so aus, als würde die Bremer Polizei unsere seit Wochen angekündigte Aktion aufgrund „polizeilichen Notstands“ auch verbieten wollen, aber letztlich kam es dazu nicht. Konsequenzen hatten diese Entwicklungen im kleineren Rahmen trotzdem, negative wie auch positive.

Ebenfalls nahmen die eskalierenden Entwicklungen in der Türkei und Bakur (Nordkurdistan) in Form von Pogromen in der Westtürkei sowie dem immer offener geführten Krieg des türkischen Staates gegen Zivilbevölkerung und Guerilla wie bspw. in Cizre inhaltlich notwendigerweise einen großen Platz ein. Aus den eben genannten Gründen musste das eigentlich geplante Programm zeitlich verschoben, ein Teil aus Sicherheitsgründen gestrichen, und der Rest inhaltlich anders gewichtet werden als geplant. Aber als dann ein Verbot endgültig kein Thema mehr war, fand dann doch noch ein in vielfacher Hinsicht guter Aktionstag statt.

Neben einem Infozelt des Komitees und einem Stand mit leckerem kurdischen Essen einer Frauengruppe aus Rojava bestimmten Musik (u.a. die Bremer HipHop-Crew Radical Hype sowie verschiedene kurdische Projekte) und viele Reden zur aktuellen Situation in Kurdistan / Türkei / Syrien sowie Ansagen zu den Entwicklungen rund um den Naziaufmarsch das Programm. Eine Wanderausstellung mit Text & Fotos zur basisdemokratischen Selbstverwaltung und ihren Organen in Rojava stieß bei den zahlreich vorhandenen PassantInnen auf dem Marktplatz auf großes Interesse, ebenfalls die Angebote des Infozeltes. Beim Flugblattverteilen hingegen machten wir widersprüchliche Erfahrungen: von interessierten Nachfragen über Desinteresse bis hin zu unverblümt rassistischen Kommentaren reichte die Spannbreite. Nichtsdestotrotz waren wir am Ende eine riesige Menge von Flugis los, von denen zu hoffen ist, dass sie aufgrund der gerade vorhandenen medialen Präsenz der Situation in Syrien / Türkei / Kurdistan auch gelesen werden.

Am späteren Nachmittag kam dann – uns lautstark begrüssend und begrüsst – eine spontane antifaschistische Demonstration mit ungefähr 1000 TeilnehmerInnen auf dem Marktplatz an und verstopfte diesen dann endgültig ziemlich hoffnungslos 😉 , sorgte damit aber auch endgültig mal für eine wirklich bunte Mischung auf diesem Platz – deutsche „Normalos“, TouristInnen, KurdInnen, und Antifas aus vielen Städten, „bewacht“ von einem Haufen morgens eiligst herbei gekarrter Polizei.

Als wir uns dann zum Ende bereits ziemlich erschöpft, aber zufrieden gerade ans Abbauen machen wollten, erreichten uns die bösen Nachrichten von dem Angriff faschistischer Türken in Hannover, bei dem ein kurdischer Mann lebensgefährlich mit Messern verletzt wurde. Diese Nachricht machte uns sowohl wieder wach als auch klar, dass die kommenden Tage und Wochen nicht nur in der Türkei und Kurdistan, sondern auch hierzulande alles andere als ruhig werden…aber gerade deshalb:

BIJI BERXWEDANA ROJAVA!

BIJI BERXWEDANA KURDISTANE!

BIJI AZADI!

Redebeitrag-Bremer-Solidaritätskomitee-Kurdistan

Projektion auf die Bremische Bürgerschaft

Am Abend des 10.9. haben wir die Bremische Bürgerschaft mit einer Filmprojektion bestrahlt. Die Aktion sollte auf den samstäglichen Aktionstag am 12.9. hinzuweisen und unseren Forderungen öffentlichkeits- und medienwirksam Ausdruck verleihen.

Insgesamt etwa 20 Personen zeigten ergänzend Transparente (z. B. mit der Aufschrift: Weg mit §129 a/b) und unterstrichen damit unsere Forderungen, den Krieg in Syrien und in der Türkei als eine der Fluchtursachen zu stoppen, wie auch die Kriminalisierung – nicht nur – der kurdischen Freiheitsbewegung zu bekämpfen und den Aufbau des Demokratischen Konföderalismus solidarisch zu unterstützen:

• Fluchtursachen bekämpfen
• Stoppt den Krieg in Kurdistan
• Solidarität mit Rojava und Shengal
• Hilfskorridor einrichten
• Embargo beenden
• AKP/IS: Hände weg von Kurdistan
• PKK-Verbot aufheben

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