Kraftvolle Demonstration in Solidarität mit Kobanê in Bremen

Am Samstag, dem 27.6., fand um 14 Uhr eine Demonstration in Solidarität mit Kobanê statt. Ca. 1000 Personen zogen vom Hauptbahnhof über den Brill durch die Obernstraße zum Marktplatz. Die Demonstration wurde begleitet von lauten Sprechchören, in denen die Solidarität mit dem Widerstand der Selbstverteidigungskräfte YPG/YPJ ausgedrückt und insbesondere auch die Unterstützung des sogenannten Islamischen Staates (IS) durch die türkische Regierung angeprangert wurde. Bereits am Bahnhofsplatz wurde in mehreren Reden an die über 200 Opfer der aktuellen Angriffe und Massaker des IS in Kobanê gedacht. Immer wieder wurde von den Redner_innen die Haltung der türkischen Regierung –  allen voran des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan – kritisiert. Diese unterstützt inzwischen relativ offensichtlich den IS. Anstatt der vielen Toten zu gedenken, hat Erdogan nur einen Tag nach dem schrecklichen Massaker erneut betont, dass er keine autonome kurdische Region in Nordsyrien dulden werde. Nach einer Abschlusskundgebung am Marktplatz, wo Vertreter_innen kurdischer und linker Organisationen weitere Reden hielten, wurde die Demonstration gegen 16 Uhr beendet.

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Erneute Angriffe und Massaker des IS auf Kobanê – Demonstration in Bremen

Samstag, 27.06 – 14 Uhr – Hauptbahnhof Bremen

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Am Donnerstag hat der sogenannte Islamische Staat (IS) erneut die kurdische Stadt Kobanê in Rojava (Nordsyrien) angegriffen.

In Kobanê und BerxBotan, einem Dorf 30 km südlich von Kobanê, hat der IS laut Berichten der Nachrichtenagentur Firatnews mehr als 42 Zivilist_innen massakriert und über 55 Menschen schwer verletzt.

Nach Angaben des Demokratischen Gesellschaftskongresses (DTK) wurde die Stadt von drei Seiten aus angegriffen, darunter auch von der türkischen Grenze aus. Die Unterstützung des IS durch die türkische Regierung wurde
in den letzten Wochen immer offensichtlicher. Das heutige Massaker zeigt erneut, dass IS Kämpfer ohne Probleme die türkisch-syrische Grenze passieren können. Nach Berichten der Nachrichtenagentur Firatnews wurden zudem IS-Kämpfer nach ihrer Flucht aus Kobanê vom türkischen Militär geschützt.

Verletzte, die nach Suruc und Urfa in die Türkei gebracht werden sollten, wurden vom türkischen Militär hingegen teilweise nicht über die Grenze gelassen. Es wird berichtet, dass zwei Personen an der Grenze ihren
Verletzungen erlegen sind, weil sie nicht schnell genug Hilfe bekommen haben.

Am Samstag gibt es eine Demonstration in Solidarität mit der Bevölkerung und den Selbstverteidigungseinheiten von Kobanê.

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„Öffnet die Grenze – Kobanê muss leben“ – Online-Petition unterschreiben

Öffnet die Grenze – Kobanê muss leben!“ – Online-Petition hier unterschreiben
Für einen humanitären Korridor nach Rojava – vorrangig für den Wiederaufbau von Kobanê!

Nach dem internationalen humanitären Völkerrecht fordern wir von allen Verantwortlichen, einen humanitären Korridor nach Rojava/ Syrien – insbesondere zum Wiederaufbau von Kobanê – zu gewährleisten. Wir fordern die türkische Regierung eindringlich auf: öffnen Sie die Grenze nach Kobanê dauerhaft! Schützen sie Hilfslieferungen sowie die Ein- und Ausreise von Aufbauhelferinnen und Aufbauhelfern über einen humanitären Korridor! Nicht nur für den Wiederaufbau von Kobanê, auch in alle umkämpften und gefährdeten Gebieten Rojavas muss die humanitäre Hilfe ungehindert fließen können. Weiterlesen

Sofortige medizinische Behandlung und Freilassung von Zeynep Celaliyan

Aufruf zur Aktionswoche 20. – 26. Juni 2015

Die kurdische Aktivistin Zeynep Celaliyan wurde 2008 in Kermanshah/Iran verhaftet und in einem wenige Minuten dauernden Prozess zum Tode verurteilt. Die Todesstrafe wurde später in lebenslange Haft umgewandelt. Aufgrund der erlittenen Folter befindet sich Zeynep Celaliyan in einem kritischen gesundheitlichen Zustand. Obwohl sie bereits fast erblindet ist, wird ihr eine medizinische Behandlung verweigert.

Zeynep Celaliyan, die aufgrund ihres demokratischen und feministischen Engagements verhaftet wurde, steht beispielhaft für alle Frauen, die sich trotz unmenschlicher Bedingungen nicht beugen lassen und an ihrem Kampf um Befreiung festhalten.

Das Kurdische Frauenbüro Cenî hat eine Postkartenaktion gestartet. Zudem gibt es am Freitag, 26.06 – dem internationalen Tag gegen Folter – um 10 Uhr eine Kundgebung vor dem iranischen Generalkonsulat in Hamburg.

Weitere Informationen: http://www.ceni-kurdistan.com/index.php/de/startseite/2-startseite/43-26-6-free-zeynep-celaliyan-aktionswoche-20-26-juni-2015

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Rojava Info-Veranstaltung auf Tatoo-Festival in Bremen

In Bremen findet vom 03.-05.07 das Tatoo-Festival „Meet the needles“ statt. Am 04.07 wird das Bremer Solidaritätskomitee Kurdistan dort eine Infoveranstaltung über Rojava sowie einen Infotisch machen.

Revolution in Rojava – Solidarität mit einer neuen Gesellschaft                                                                                              14 Uhr –  Spedition – Beim Handelsmuseum 9

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Bericht der internationalen Wahlbeobachtungsdelegation zu den Bombenanschlägen in Diyabakir

Vorbemerkung: Der folgende Bericht wurde dem Kurdistan Solikomitee Bremen letzte Nacht zugestellt. An der internationalen Wahlbeobachtungsdelegation sind auch Menschen aus Deutschland, u.a. aus Bremen beteiligt. In Bremen fand noch am Abend des Anschlags eine spontane Protestkundgebung auf dem Marktplatz statt, zu der ca. 400 Menschen zusammenkamen.

Bericht der Delegation über den Bombenanschlag in Diyarbakir am 05.06

Als internationale Wahlbeobachtungsdelegation haben wir am 05.06 die Wahlkampfveranstaltung der HDP in Diyarbakir besucht. Dort wurden wir Zeug_innen der schweren Bombenanschläge, bei denen nach aktuellen Angaben vier Menschen starben und mehr als 300 Menschen teilweise schwer verletzt wurden. Der folgende Bericht basiert auf unseren eigenen Erfahrungen. Da wir an unterschiedlichen Stellen auf der Veranstaltung standen, teilweise nur wenige Meter vom Ort der Explosionen entfernt, konnten wir zahlreiche Augenzeugenberichte zusammentragen:

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Amed/Diyarbakir: Bombenexplosion bei Wahlkampfveranstaltung der linken HDP

Heute Nachmittag sind in Diyarbakir auf der Wahlveranstaltung der linken HDP zwei Bomben explodiert. Eine internationale Delegation zur Beobachtung der am Sonntag stattfindenden Parlamentswahlen in der Türkei war vor Ort. Es wird derzeit von über 6 Toten und Hunderten Verletzten gesprochen. In zahlreichen Städten in der Bundesrepublik gab es heute Solidaritätskundgebungen.

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