Prozessbeginn gegen Mehmet

Im Gedenken an Ferînaz

Erklärung von CENÎ, 8. Mai 2015
Im Gedenken an Ferînaz: Unsere Antwort wird unser organisierter
Widerstand sein, der die Vergewaltigungskultur beendet!

Es vergeht kein Tag ohne Nachricht über einen weiteren Fall von
Vergewaltigung, Angriffen oder auch Selbsttötungen von Frauen. Um einer
Vergewaltigung durch iranische Staatsangestellte zu entgehen, hat sich
die junge Frau Ferînaz Xosrowanî Gestern (7. Mai) vom vierten Stock des
Hotels in der ostkurdischen Stadt Mahabat, in dem sie arbeitete,
gestürzt und dabei ihr Leben gelassen.

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Aufruf zur Kundgebung für Mehmet D. und die Betroffenen des Hamburger Breite-Straße-Prozesses

Dieser Aufruf ist übernommen vom Solibündnis Freiheit für Mehmet Demir!
http://freemehmet.blogsport.eu/

Aufruf zur Kundgebung für Mehmet D. und die Betroffenen des Hamburger Breite-Straße-Prozesses

20. Mai 2015 um 8:00 Uhr
Sievekingplatz 3 (U2 Messehallen)

Prozessbeginn am 20.05.2015
Eröffnung des § 129b-Prozesses gegen Mehmet D. vor dem OLG Hamburg
[9:00 Uhr, Saal 237]

Am 20. Mai wird vor dem 3. Strafsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts das Hauptverfahren gegen den kurdische Aktivisten Mehmet D. eröffnet, der der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland (§ 129b Abs.1 i.V.m. § 129a Abs. 1 StGB)beschuldigt wird. Er soll sich laut Anklage von Januar 2013 bis Mitte Juli 2014 als hauptamtlicher Kader der PKK und u. a. als Gebietsleiter Mitte und später Nord betätigt haben. In dieser Funktion sei Mehmet D. verantwortlich gewesen für die Beschaffung von Spenden und Beiträgen für die PKK und dafür, dass sich genügend Anhänger an Veranstaltungen und Schulungen beteiligen. Mehmet D. wurde am 29. August 2014 in Bremen festgenommen und befindet sich seitdem in U-Haft in der Holstenglacis.

/Gericht plant „kurzen Prozess“/ Weiterlesen

Rede für die Kundgebung zum Besuch der Delegation aus dem Rojava-Kanton Kobane

Wir freuen uns, die Delegation aus dem Rojava Kanton Kobane hier begrüßen zu dürfen. Wir – das ist das Kurdistan Solikomitee, das sich spontan im Herbst 2014 gegründet hat, nachdem die Nachrichten von den mörderischen Angriffen der Jihadisten des „Islamischen Staates“ (IS) bekannt wurden. Wir haben seitdem zahlreiche Aktionen, Demonstrationen und Veranstaltungen durchgeführt in Solidarität mit dem Widerstand der Menschen in der Region Rojava. Mitten im Bürgerkrieg in Syrien wird dort versucht, eine selbstverwaltete Gesellschaft aufzubauen, die Menschen unabhängig von Herkunft, Religion, Kultur oder Geschlecht Schutz und Perspektive bietet. Das diese Region weitestgehend allein gelassen wurde beim Kampf gegen die IS-Fanatiker zeigt nur den wahren Charakter aller Regierungen der sogenannten demokratischen, kapitalistischen Staaten des Westens und ihrer willigen Partner in der Region, die selbst dafür verantwortlich sind, dass die Jihadisten so stark werden konnten. Durch die internationale Solidaritätsarbeit wurde der Widerstand der Selbstverteidigungskräfte weltweit bekannt und besagte Regierungen kamen unter Druck, Unterstützung zu leisten. Das taten sie aber nur soviel, wie es ihren eigen Interessen nicht im Weg stand. Weiterlesen

Soli-Abend mit Delegation aus Kobanê

Dienstag, 12.05.2015 um 18.30 Uhr
kurdischer Verein birati e.V., Friedrich-Ebert-Str. 20

Info-Veranstaltung mit dem Außenminister der selbstverwalteten Administration von
Kobanê, Nassan Ahmad Ahmad, und seinem Stellvertreter Idriss Nassan Alirahim.

Flyer SoliabendTag für Tag kehren die Flüchtlinge in das zerstörte Kobanê zurück. Die Stadt hatte Ende Januar den monatelangen Angriff des sogenannten „Islamischen Staates“ abgewehrt. Doch der zum Symbol gewordene Widerstand gegen den IS hatte einen hohen Preis. Hunderte Kämpfer_innen und Zivilist_innen sind tot, die Stadt ist zu achtzig Prozent zerstört und weiterhin belagert.
Ein Aufbau allein aus eigener Kraft ist nicht möglich. Der Wiederaufbau hat zwar begonnen, doch es fehlt weiter am Nötigsten. In der Offensive auf die Stadt wurden alle vier Krankenhäuser, Infrastruktur und Medikamentenvorräte zerstört oder geraubt. Es fehlt an Schulen, Versorgungs­einrichtungen für Wasser und Energie und überhaupt allem, was zum Leben notwendig ist. Die Türkei weigert sich nach wie vor, Hilfsgüter über die Grenze zu lassen. Die Menschen von Kobanê hingegen sind ungebrochen mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Sie brauchen dabei unsere Hilfe.
Mit diesem Soli-Abend wollen wir Spenden zur Unterstützung des Wiederaufbaus sammeln.

Wir, das ist das Kurdistan Solidaritätskomitee Bremen , ein Zusammenschluss linker Einzelpersonen, Gruppen und Vereine mit dem Ziel, das emanzipative Gesellschaftsprojekt von Rojava bekannter zu machen, zu unterstützen und uns davon inspirieren zu lassen. Herzlich willkommen!

Veranstaltet mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen
Kurdistan Solidaritätskomitee Bremen  >> sokubremen.wordpress.com