Nachtleben für Rojava

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Nachtleben für Rojava – Jetzt auch in Bremen!

In Berlin haben Ende 2014 über 50 Kneipen und Clubs im Rahmen der Kampagne Nachtleben für Rojava auf unterschiedliche Art und Weise für die Unterstützung der Bevölkerung von Rojava (Nordsyrien) geworben und Spenden gesammelt. Mit Spendendosen, Aufpreisen auf Eintritt oder Getränken, Solikonzerten u.v.m wurden in Berlin mehr als 20.000 € gesammelt.

Wir sagen: Was Berlin kann, ist auch in Bremen möglich und haben die Kampagne nach Bremen geholt. Bisher mit dabei sind:

Rum Bumpers
Wienerhof Café
Auszeit
Haifi
Treue
Mono
Capribar
Litfass
Lemans
Connections
Kuss Rosa
Lift
Karo
Freiraum
Kukoon

Die humanitäre Situation in Rojava ist nach wie vor äußerst prekär: Es fehlt an Medikamenten, Kleidung, technischen Geräte, Lebensmitteln etc. Grund dafür ist das Embargo durch die Türkei und den Irak, geschlossene Grenzübergänge sowie die anhaltenden Angriffe des Islamischen Staates.

Trotz der schwierigen Situation findet in Rojava nach wie vor ein bemerkenswerter gesellschaftlicher Prozess statt, der für emanzipatorisch und kapitalismuskritisch denkende Menschen weltweit zu einem wichtigen Bezugspunkt geworden ist. Die ideologischen Grundlagen der aktuellen Entwicklungen in Rojava sind u.a. basisdemokratische Organisierung, die Ablehnung des Nationalstaates, Emanzipation der Frauen, Gleichberechtigung unterschiedlicher religiöser und nicht-religiöser Bevölkerungsgruppen, ökologische Nachhaltigkeit. Um ihr Gesellschaftsmodell zu verteidigen und überhaupt leben zu können, wird seit Monaten der Kampf gegen den IS mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln sehr erfolgreich geführt.

Von der internationalen Staatengemeinschaft erhält Rojava – als real existierende Alternative zum herrschenden System – kaum Unterstützung. Umso notwendiger ist die weltweite Solidarität und direkte Unterstützung von unten.

Deshalb unsere Aufforderung an alle: nehmt Freundinnen und Freunde mit, besucht die genannten Orte und haltet nach den Spendendosen Ausschau…

Und wenn eure Lieblingsbar/ -club hier noch nicht dabei ist, überredet sie doch mitzumachen. Spendendosen, Plakate und Infos gibt es von uns; kreative Ideen eurerseits sind herzlich willkommen…

Die Spenden gehen je nach Entscheidung der beteiligten Orte entweder an die kurdische Hilfsorganisation Heyva Sor a Kurdistanê (http://www.heyvasor.com/en/) oder an das Spendenkonto, das die Interventionistische Linke zusammen mit dem kurdischen Studierendenverband YXK eingerichtet haben (http://rojava-solidaritaet.net/aufruf/).

Informationen findet ihr unter:

Nachtleben für Rojava Bremen: http://rojavahb.blogsport.de/
Nachtleben für Rojava Berlin: http://nachtlebenrojava.blogsport.de/

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Gedenken an die im Kampf für Freiheit getöteten Kämpfer_innen von Rojava

4Am Donnerstag, den 19.3.2015, kamen bis zu 50 Personen auf dem Marktplatz in Bremen zusammen, um an die getöteten Kämpfer_innen der kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG und YPJ zu erinnern.

Während der knapp zweistündigen Veranstaltung im Herzen Bremens, direkt neben der Bremer Bürgerschaft, wurden Briefe einiger Getöteter vorgelesen. So schrieb zum Beispiel die 19-jährige Ivana Hoffmann, die am 7. März in Syrien bei Gefechten gegen den Islamischen Staat (IS) zusammen mit kurdischen Genoss_innen um Leben kam: „Ich kann nicht tatenlos zusehen während meine Schwestern, Brüder, Freunde, Mütter, Väter und Genossen um die Freiheit, um die Unabhängigkeit vom Kapitalismus kämpfen.“

In kurzen Redebeiträgen wurden Passant_innen über den Grund der Versammlung informiert.

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Gedenkveranstaltung zum Tod von Ivana Hoffmann und den gefallenen KämpferInnen von Rojava

Donnerstag, 19.03.2015 um 15 Uhr, Marktplatz in Bremen

137206Am 7. März, einen Tag vor dem diesjährigen Weltfrauenkampftag, ist die 19-jährige Duisburgerin Ivana Hoffmann in Syrien bei Gefechten gegen den Islamischen Staat (IS) zusammen mit kurdischen GenossInnen ums Leben gekommen.

Ivana Hoffmann hatte sich vor sechs Monaten kurz vor ihrem Abitur den kurdischen Selbstverteidigungskräften (YPG/YPJ) angeschlossen, die in Nordsyrien gegen den IS kämpfen. In ihrem letzten Brief schreibt sie: „Ich kann nicht tatenlos zusehen während meine Schwestern, Brüder, Freunde, Mütter, Väter und Genossen um die Freiheit, um die Unabhängigkeit vom Kapitalismus kämpfen“.

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Freiheit für Mehmet D.!

politische-gefangene1Am 29. August 2014 wurde der kurdische Aktivist Mehmet D. in Bremen auf Bestreben der Bundesanwaltschaft festgenommen und nach Karlsruhe gebracht.
Ihm wird vorgeworfen, sich als „Mitglied einer terroristischen Vereinigung im Ausland“ (§129a i.V.m. §129b StGB) und in Deutschland beteiligt zu haben, „deren Zwecke oder deren Tätigkeit darauf gerichtet sind, Mord (§211 StGB) oder Totschlag (§212 StGB) zu begehen“.
Gemeint ist hiermit die Mitgliedschaft in der Arbeiterpartei Kurdistans, PKK.
Laut Bundesanwaltschaft soll Mehmet D. von Januar bis Juni 2013 als Kader der PKK und der CDK (Kurdische Demokratische Gesellschaft) in Deutschland die Regionen „Mitte“ und später „Nord“ geleitet haben. Des weiteren soll er im Zeitraum 2007/2008 für etwa ein Jahr im Irak gewesen sein, „mutmaßlich bei den Guerillaeinheiten der HPG“.

Derzeit sitzt Mehmet D. im Untersuchungsgefängnis Hamburg-Holstenglacis.

Das PKK-Verbot muss aufgehoben werden!
Weg mit §129a & b!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Infotische zur Situation in Rojava

Das Solidaritätskomitee macht regelmäßig Infotische in verschiedenen Stadtteilen Bremens um über die Situation in Rojava zu informieren. Dabei zeigen wir  eine Ausstellung mit Fotos zu Rojava, verteilen aktuelle Flyer des Komitees und sprechen mit Passant*innen über den Gesellschaftsprozess in Rojava und was sich daraus auch für gesellschaftliche Veränderungen hier vor Ort ableiten lässt.

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Bericht von der Demo am 21.02 in Bremen – Schaffen wir zwei, drei, viele Rojavas!

Unter dem Motto „Schaffen wir zwei, drei, viele Rojavas! zogen ca. 400 Demonstrant*innen aus der Bremer Neustadt durch die Innenstadt bis zum Hauptbahnhof.

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Die Demonstrant*innen zeigten mit Sprechchören ihre Solidarität mit den Selbstverteidigungskräften YPG/YPJ, die Kobanê einige Wochen zuvor vom Islamischen Staat befreit hatten sowie mit Rojava. In mehreren Redebeiträgen wurde die Bedeutung des bemerkenswerten Kampfes und des revolutionären Prozesses in Rojava hervorgehoben. Ebenso wie die Bedeutung, die Rojava auch für die Suche nach Alternativen und soziale Kämpfe hier vor Ort haben kann.

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Folgende Forderungen wurden zudem erhoben:
* Die Anerkennung von Rojava als demokratisches Gesellschaftsmodell!
* Die Türkei muss die Unterstützung für den IS beenden!
* Die Errichtung eines Hilfskorrdidors für Rojava- für humanitäre Hilfe
und den Wiederaufbau der Infrastruktur!
* Das PKK-Verbot in Deutschland muss aufgehoben werden!

Presseberichte und Fotos unter:
http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/video71122-popup.html
http://www.weserreport.de/ausgabe.php?ausgabe=WES
https://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ra&dig=2015%2F02%2F21%2Fa0136&cHash=cf6b5cf6a4b93eac966baca12501c422

https://dissentimages.wordpress.com/2015/02/23/zwei-drei-viele-rojavas/