Veranstaltung mit Delegation aus Rojava

Krieg und Selbstverwaltung in Rojava

Samstag, 14.02.2015 – 19 Uhr – Kukoon, Buntentorsteinweg 29, Bremen Neustadt

Flyer zur Veranstaltung

Flyer zur Veranstaltung

Vortrag mit ­Beriwan Al-Zin (Übersetzerin), Christian Ditsch (Fotograf) und Michael Wilk (Arzt und Autor). Auf­nahmen von Christian Ditsch ­be­gleiten die Veranstaltung.

Im Dezember 2014 hat eine Delegation der Hilfsorganisation phnx die Region bereist und die humanitäre und medizinische Situation untersucht. Weiterlesen

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Kobanê ist befreit! IS aus der Stadt vertrieben!

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Nachdem die Volksverteidigungseinheiten (YPG) und Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) den seit dem 15. September 2014 andauernden Angriffen des Islamischen Staats (IS) auf Kobanê (Rojava/Nordsyrien) Einhalt geboten haben und den IS an den meisten Fronten zurückdrängen konnten, verkündete YPG-Sprecher und Kommandant Polat Can am Montag Nachmittag die Befreiung von Kobane.

http://civaka-azad.org/asia-abdullah-aus-kobane-mythos-der-unbesiegbarkeit-des-ist-gebrochen/

Wir laden alle herzlich zu unserem Soli-Abend für Rojava ein

Samstag, 24.1 – 19 Uhr – Paradox, Bernhardstr. 12, 28203 Bremen

Mit leckerem Essen, kurdischer Live-Musik, Infos zu Rojava und Tanzen!Rojava_Kulturabend

Seit der revolutionären Erhebung von 2011 hat die Bevölkerung Rojavas im Norden Syriens eine rätedemokratische Selbstverwaltung errichtet. Nicht nur für den Nahen Osten sind die dortigen Errungenschaften beispielhaft und einzigartig: Die Anerkennung und Einbeziehung kultureller, ethnischer und religiöser Minderheiten, die Orientierung am Selbstbestimmungsrecht aller Gruppen, die feministischen Entwicklungen, die säkulare Ausrichtung und die Elemente einer Selbstverwaltung von unten – es liesse sich also einiges von den Menschen Rojavas lernen.

Als Insel der Stabilität und des Friedens im bürgerkriegsgeplagten Syrien bietet Rojava darüber hinaus zusätzlich zur 2,5 Millionen Menschen starken eigenen Bevölkerung bereits mehr als 1,2 Millionen Flüchtlingen aus dem ganzen Land Schutz und Unterkunft. Doch das revolutionäre Projekt ist von allen Seiten bedroht: Während in Syrien islamistische Eiferer unter Führung des IS einen Belagerungsring um die Region gelegt haben, blockiert im Norden die Türkei bewußt die Nothilfe für das mehrheitlich kurdische Siedlungsgebiet und auch zur irakisch-kurdischen Seite ist der freie Warenverkehr Einschränkungen unterworfen. Inzwischen geht die Grundversorgung mit Wasser zur Neige, es fehlt an dringend benötigten Medikamenten und medizinischer Versorgung, Heizstoffen und elementarem Lebensbedarf. Die Situation wird zunehmend dramatischer.

Mit diesem Soli-Kulturabend wollen wir Spenden zur Unterstützung Rojavas sammeln. Wir, das ist das Kurdistan Solidaritätskomitee Bremen , ein Zusammenschluss linker Einzelpersonen, Gruppen und Vereine mit dem Ziel, das emanzipative Gesellschaftsprojekt von Rojava bekannter zu machen, zu unterstützen und uns davon inspirieren zu lassen. Herzlich willkommen!

 

Unser Flyer zur Solidarität mit Rojava

Der Krieg in Syrien – ist das wirklich nur ein Glaubenskrieg? Was haben wir damit eigentlich zu tun? Und wieso sprechen wir von Hoffnung?

In der EU ist Deutschland unangefochten der mächtigste Eisberg, dessen Spitze aus dem Meer der Krise am meisten herausragt – als einer der letzten. Die überwiegende Bevölkerung, die nicht Teil der Spitze ist, hat jedoch nichts von dieser Macht und diesem Reichtum, sondern leidet immer mehr unter sich ständig verschlechternden Lebensbedingungen, steigendem Arbeitsdruck oder der Willkür auf dem Jobcenter. Wir wissen längst: Auch auf dieser Insel der Glückseligen nimmt die Armut weiter zu. Immer mehr Menschen leben einsam und hoffnungslos oder leiden an Depressionen. leichzeitig besteht scheinbar keine Möglichkeit mehr, direkt in das politische Geschehen einzugreifen. Die viel gelobte Demokratie wird Weiterlesen

Appell der Kantonalregierung von Kobanê an die ­Vereinten Nationen und die internationale Öffentlichkeit

Das Bremer Solidaritätskomitee Kurdistan veröffentlicht und unterstützt diesen Appell, weil sich die Lage in der Stadt Kobanê weiter dramatisch zuspitzt.
Das mediale Interesse hat nachgelassen, doch die Bevölkerung in der vom IS und der Türkei ein geschlossenen Stadt ist gerade jetzt dringend auf ent­schlossene humanitäre Hilfe der internationalen Öffentlichkeit angewiesen.

Die Angriffe des Islamischen Staates auf die kurdische Stadt Kobanê im Norden Syriens dauern seit dem 15. September 2014 an. In Folge des Krieges sind große Teile der Stadt und der umgebenden Dörfer zerstört und verwüstet worden. Erschwert wird der humanitäre Notstand durch ein faktisch bestehendes Embargo. Da sämtliche Wege nach Kobanê versperrt gehalten werden, können keine humanitären Hilfsgüter in die Stadt gelangen. Aufgrund der misslichen Lage der Flüchtlinge aus Kobanê, die sich in der Türkei befinden, kehren immer mehr Menschen nach Kobanê zurück. Die Stadtverwaltung von Kobanê wird derzeit von Freiwilligen betrieben.

Das größte Problem stellt der Mangel an sauberem Trinkwasser dar. Nach dem Beginn des Volksaufstandes in Syrien wurde die vom Staat zentral gesteuerte Wasserleitung nach Kobanê unterbrochen. Daraufhin hat die Bevölkerung von Kobanê eine alternative Wasserleitung nach Kobanê gebaut. Sie wurde aber durch die Angriffe der Terrormiliz des sogenannten Islamischen Staates zerstört. Derzeit beziehen die Menschen aus Kobanê ihren Wasserbedarf aus einigen wenigen Brunnen. Bei dem Wasser dieser Brunnen handelt es sich aber nicht um Trinkwasser, es wird daher nur für andere Zwecke genutzt. Trinkwasser kann derzeit nur über verschlossene PET-Flaschen bezogen werden. Der Vorrat ist jedoch sehr knapp und wird nicht mehr lange ausreichen.

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